Arbeitswelt

Baden-Württemberger Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin

23. November 2017  Aktion, Allgemein, Arbeitswelt, Landesverband

Neben der Wahl eines neuen Bundes-SprecherInnen-Rates (aus BaWü Jochen Dürr) und der Wahl der Mitglieder des Bundesparteitags aus der Arbeitsgemeinschaft (aus BaWü ebenfalls Jochen Dürr), war ein anspruchsvolles Programm angesagt:

Am Samstag hat uns Frank Büchner (wissenschaftlicher Mitarbeiter von MdB Jutta Krellmann) das Konzept zur Erweiterung der betrieblichen Mitbestimmung der Bundestagsfraktion vorgestellt und uns einen Ausblick gegeben, wie daran in der neuen Wahlperiode weitergearbeitet werden soll. Weiteres bei DIE LINKE. Baden-Württemberg

O-Bus-Ausbau: Weniger Feinstaub und fairer Lohn

Stadträte Martin Auerbach + Tobias Hardt freuen sich über den sozialen, ökologischen und zukunftsweisenden Ausbau des O-Bus-Netzes. Foto: Anna Schille

Am Montag fiel im Gemeinderat die Entscheidung über die Vergabe des Busverkehrs. Der Anteil des Städtischen Verkehrsbetriebs (SVE) soll durch den Ausbau des O-Bus-Netzes auf 63% des öffentlichen Nahverkehrs erhöht werden. LINKEN-Stadtrat Tobias Hardt sieht diesen Weg positiv: „Die Kombination der Stromversorgung der Busse durch Oberleitungen und durch Hybridtechnik setzt Energie am effektivsten ein. Der Ausbau des Oberleitungsnetzes bleibt dabei überschaubar und ermöglicht die Anbindung u.a. von RSKN, Wäldenbronn oder Zell an den Elektrobus.“ Der SVE wird bald ausschließlich mit Ökostrom aus den eigenen Stadtwerken (SWE) fahren.

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Anlauf gescheitert durch mutlose Landespolitik

16. Juli 2016  Arbeitswelt, Bildung, Presse

 

Leserbrief zu „Neuer Anlauf zugunsten befristeter Lehrer“
Anlauf gescheitert durch mutlose Landespolitik
Fast 9000 baden-württembergische Lehrer*innen beenden dieses Schuljahr mit einem erniedrigenden Gang zur Bundesanstalt für Arbeit, um sich arbeitslos zu melden – ohne die Gewähr einer Wiedereinstellung und entgegen zumindest schwarzer Wahlversprechen. Warum müssen unsere Landtagsabgeordenten, die nicht erst seit dieser Legislaturperiode solch puren Neoliberalismus mit fehlenden Haushaltsmitteln (ca. 35 Mio. Euro) rechtfertigen, sich samt ihrer aufgeblähten Parlamentsbürokratie für die sehr langen sogenannten Parlamentsferien nicht auch arbeitslos melden? Gerecht wäre es, und dem Haushalt würde es ebenso gut tun.
Gefeiert wird dagegen Daimlers Bruttoquartalsgewinn von fast 4 Milliarden Euro! Wie wär’s mit einer klitzekleinen Bildungsabgabe von unter einem Prozent an den Landeshaushalt? Schon wäre die Dauerbeschäftigung/-bezahlung der Zeitarbeitslehrer finanziert. Realpolitiker werden behaupten, so einfach ginge das natürlich nicht! Warum eigentlich nicht? Weil die Monstranz der „Schwarzen Null“ die Politikersicht auf kreative, sozial ausgleichende Utopien völlig verstellt! Bloß nicht das Thema Einnahmenproblem angehen, schon gar nicht bei der Großfinanz. Lieber immer mutlos von Ausgabenproblemen schwadronieren. Der Ruf des professionellen Politikapparates schmälert sich hierdurch, selbstverschuldet, wieder ein klein wenig mehr!
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Wolfgang Schreiner

 

Wirtschaft 4.0: Sklaven des Digitalen?

31. Mai 2016  Arbeitswelt, Presse

 

Leserbrief zu Interview mit Eberhard Veit, Eßlinger Zeitung, 28./29.5.2016
Wirtschaft 4.0: Sklaven des Digitalen?
Das umfang- und informationsreiche Interview kurz zu kommentieren, fällt schwer. Deshalb Konzentration auf Herrn Veit’s Schilderung eines scheinbar erstrebenswerten Arbeitstages im Zeitalter 4.0: morgens zu Hause E-Mails checken, dann in den Stau auf der B10 im autonom fahrenden Auto mit „second home“ Ausstattung, am Arbeitsplatz Dialog mit Kollege Roboter zu den anstehenden Arbeiten, danach Kind um 12 Uhr vom Kindergarten abholen, dabei per Tablet in Störungsfällen mit dem Kollegen (s.o.) kommunizieren, für Nachmittag und Abend noch per Klick die passende (und bezahlte) Arbeitsschicht auswählen. Fazit: erfüllt von morgens bis spät abends im Berufsleben integriert sein.
Na bravo! Was für ein Ideal, das sowieso nur für eine kleine Bevölkerungsgruppe möglich sein dürfte (Achtung: sozioökonomische Spaltung!), will er uns denn hier unterjubeln? Mir graut eher vor solch einem Alltag. Bekommt Herr Veit denn gar nicht mit, dass gerade jüngere Menschen zunehmend merken, dass man ihnen die wachsenden Zwänge zu Selbstoptimierung, Produktivitätssteigerung und Vernetzung als pures Vergnügen andrehen will? Dass er Angela Merkel berät, lässt nicht auf die für Alle dringend nötige und machbare Arbeitszeitverkürzung hoffen. Schade eigentlich. So fahren wir unsere globalen Gesellschaften und den Planeten an die Wand!
Wolfgang Schreiner

 

Die Linke Kirchheim setzt sich gegen Befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit ein

30. September 2015  Arbeitswelt, Presse

Die Linke Kirchheim setzt sich gegen Befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit ein

Pünktlich zum Schulbeginn verteilte die Ortsgruppe der Linken, zusammen mit dem Landtagswahlkandidaten Heinrich Brinker, vor den Eingängen der Schöllkopfschule und der Max-Eyth-Schule eine kleine Frühstückstüte und Informationsmaterial an die herbei strömenden Schüler.
Ziel dieser Aktion war, auf die stark gestiegene Anzahl der befristeten Arbeitsverhältnisse hinzuweisen, deren Anteil an den Beschäftigungsverhältnissen sich in den letzten Jahren fast verdreifacht hat. Davon sind gerade die jungen Menschen und Berufseinsteiger besonders betroffen. Jeder vierte von ihnen muss mit einer befristeten Arbeitsstelle rechnen und von den jungen Frauen ist jede zweite betroffen. Wie soll da eine Zukunfts- und Lebensplanung möglich sein?
Berufseinsteiger landen auch besonders häufig in Leiharbeit und Werkverträgen. Sie verdienen nach einer DGB-Studie Leiharbeiter gerade mal halb soviel, wie regulär beschäftigte.
Gemeinsam und mit langem Atem können wir Druck auf die Regierung aufbauen, diese Verhältnisse zu ändern. Wie das gelingen kann, zeigt das Beispiel Mindestlohn.

Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

27. Februar 2015  Arbeitswelt

Tarifergebnis M+E 2015

Mehr als 285.000 Warnstreikende haben die Verhandlungsführer von Südwestmetall überzeugt, sich doch besser mit der IG Metall zu einigen!

Die Tarifvertragsparteien in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben sich in der Nacht zum 24. Februar in der vierten Verhandlung auf einen Tarifabschluss geeinigt. Demnach steigen die Entgelte für die rund 800 000 Beschäftigten in der Branche vom 1. April 2015 um 3,4 Prozent, zudem wurde eine Einmalzahlung von insgesamt 150 Euro vereinbart. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2016.

Außerdem gilt ab 1. April 2015 ein neuer Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente, der auch in Zukunft vier Prozent der Beschäftigten den vorzeitigen Ruhestand ermöglicht. Die neue Altersteilzeit wird an die neue Rentengesetzgebung 63/45 angepasst, untere Entgeltgruppen profitieren von höheren Aufstockungsbeträgen.
Beschäftigte, die sich während ihres Arbeitslebens persönlich weiterbilden wollen, haben künftig nicht nur einen Anspruch auf Freistellung für Bildung, sondern in Absprache der Betriebsparteien auch auf finanzielle Förderung der Qualifizierungsmaßnahme analog zur Altersteilzeit.

 

Mehr Informationen gibt es hier

Tarifrunde 2015 der IGM Metall – Erster Verhandlungstermin ergebnislos beendet

14. Januar 2015  Arbeitswelt
Slogan der IGM zur Tarifrunde 2015

Slogan der IGM zur Tarifrunde 2015

 

Pressemtteilung der IG Metall:

Die IG Metall Baden-Württemberg hat sich in der ersten Tarifverhandlung für die rund 800 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie für zügige Verhandlungen ausgesprochen. Beim ersten Treffen in Sindelfingen trennten sich die Vertragspartner nach zwei Stunden ohne Annäherung.

„Um in ernstzunehmende Verhandlungen zu kommen, müssen sich die Arbeitgeber jetzt bewegen. Wir erwarten, dass Südwestmetall noch vor Ende der Friedenspflicht ein Angebot vorlegt“, sagte Roman Zitzelsberger, IG Metall-Bezirksleiter für Baden-Württemberg. Am 26. Januar werden die Verhandlungen in Ludwigsburg fortgesetzt.

Die IG Metall fordert in der laufenden Runde 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, Verbesserungen bei der Altersteilzeit und den Einstieg in eine Bildungsteilzeit. In Sindelfingen hat die Verhandlungskommission der IG Metall gegenüber den Arbeitgebern erneut die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate begründet.

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