Bildung

Haushaltsrede im Kreistag von Peter Rauscher

Kreisrat Peter Rauscher

„Wenn ich mir vorstelle, dass 95 Prozent aller Kinder, die noch nicht geboren sind, in eine Welt entlassen werden, wo sie vielleicht Elend, Krieg, Zerstörung ausgesetzt sind – das bricht einem das Herz. Das muss verhindert werden.“ dieses Zitat, wollen wir als Motto für unsere diesjährige Haushaltsrede an den Beginn stellen. Das Zitat stammt von Prof. Schellnhuber, oberster Nachhaltigkeitsberater der Bundesregierung und der EU-Kommission. Es bleibt uns nur noch ein kurzes Zeitfenster, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Dies kann nur gelingen, wenn wir auf allen politischen Ebenen – also auch auf der kommunalpolitischen – endlichen beginnen das Steuer herumzureißen, für eine nachhaltige ressourcenschonende Politik und für eine Veränderung der Lebensstile. Ganzen Beitrag lesen »

Grundschulen brauchen mehr Unterstützung

27. Oktober 2017  Aktion, Allgemein, Bildung

Stadtrat Tobias Hardt an der Katharinenschule. Foto: DIE LINKE

Die Ergebnisse der bundesweiten Vergleichsstudie IQB an Grundschulen müssen alarmieren. Nur etwa 65% der Schülerinnen und Schüler in Klasse 4 erreichen die Regelstandards in Deutsch und Mathe, doch besonders in Rechtschreiben lassen die Leistungen nach. Hier besteht eine Risikogruppe von 12-20%, die die Mindestanforderungen nicht erreicht. Dies betrifft besonders Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen. Die Ursachen sind vielfältig. In Familien wird mehr ferngesehen und weniger gelesen. Angesichts der hohen Mieten leben immer mehr Kinder in so beengten Wohnverhältnissen, dass keine Ruhe für Hausaufgaben bleibt. In Baden-Württemberg ist der Anteil von Viertklässler/innen mit Zuwanderungshintergrund von 2011 bis 2015 um 15% auf nun 44% am stärksten gestiegen.

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Stadt wollte Büchereistandort durchwinken

03. Oktober 2017  Aktion, Allgemein, Bildung, Kommunalpolitik

Stadtbücherei: Ausbau am Standort Heugasse oder Neubau in der Küferstraße? Foto: DIE LINKE

Die Stadtverwaltung wollte am 9. Oktober die Standortfrage im Gemeinderat durchwinken. Jetzt wurde sie von allen Gruppen zurückgepfiffen. Die bisherige Vorbereitung wird als unzureichend bewertet. Im Juni gab es einen interfraktionellen Antrag, ein Grundstück in der Küferstraße als Option zu prüfen. Die Verwaltung wertete im Juli im Gemeinderat sehr einseitig zwischen der Heugasse und der Küferstraße. Der Gemeinderat entschied, noch die Bürger/innen einzubeziehen. In einer öffentlichen Präsentation im September leistete sich die Verwaltung dann einen Offenbarungseid, denn nicht einmal in der Bücherei selbst lagen Einladungen aus. Im Saal standen 50 Stühle für mehr als 200 Menschen.

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Standort für BesucherInnen der Bücherei stimmig

Die Stadtbücherei befragte ihre BesucherInnen nach der Zufriedenheit über das Angebot der Medien, die Atmosphäre im Haus und die Beratung. DIE LINKE bewertet diese Kundebefragung in der Stadtbücherei als eine deutliche Zustimmung für den jetzigen Standort in der Heugasse. 81% der Nutzerinnen und Nutzer schätzen das Flair und die gute Atmosphäre im Bebenhäuser Pfleghof. „Vielleicht liegt es nur an der außerordentlich kompetenten und freundlichen Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, flachsen die beiden Stadträte Martin Auerbach und Tobias Hardt „und gar nicht am Haus.“ Dass 13% des Publikums die Bücherei als Lernort aufsuchen ,sieht DIE LINKE als Merkmal einer modernen und sehr beliebten Bibliothek. 

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Kultur ist wie der ganze Mensch lebt

Die Kulturkonzeption der Verwaltung liegt vor, eine umfangreiche Bestandsaufnahme des vielfältigen Esslinger Kulturlebens, einschließlich der Chancen und Risiken für die Zukunft. Den Mitgliedern des Gemeinderats liegen 154 Seiten vor, die erneut die Vielfältigkeit des Esslinger Kulturlebens verdeutlichen und gelesen werden wollen.

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CDU/ Grüne in Bezug auf Bildung ein Totalausfall

05. Februar 2017  Bildung, Kommunalpolitik, Presse

 

CDU/ Grüne in Bezug auf Bildung ein Totalausfall

Der Unterrichtsausfall an Esslinger Schulen schmerzt tief, wie die EZ kurz vor Weihnachten berichtete. So würden z.B. junge Lehrerinnen schwanger und fallen meist ab diesem Zeitpunkt aus – von medizinischer Seite wird meist sofort ein Arbeitsverbot erteilt Ganzen Beitrag lesen »

Anlauf gescheitert durch mutlose Landespolitik

16. Juli 2016  Arbeitswelt, Bildung, Presse

 

Leserbrief zu „Neuer Anlauf zugunsten befristeter Lehrer“
Anlauf gescheitert durch mutlose Landespolitik
Fast 9000 baden-württembergische Lehrer*innen beenden dieses Schuljahr mit einem erniedrigenden Gang zur Bundesanstalt für Arbeit, um sich arbeitslos zu melden – ohne die Gewähr einer Wiedereinstellung und entgegen zumindest schwarzer Wahlversprechen. Warum müssen unsere Landtagsabgeordenten, die nicht erst seit dieser Legislaturperiode solch puren Neoliberalismus mit fehlenden Haushaltsmitteln (ca. 35 Mio. Euro) rechtfertigen, sich samt ihrer aufgeblähten Parlamentsbürokratie für die sehr langen sogenannten Parlamentsferien nicht auch arbeitslos melden? Gerecht wäre es, und dem Haushalt würde es ebenso gut tun.
Gefeiert wird dagegen Daimlers Bruttoquartalsgewinn von fast 4 Milliarden Euro! Wie wär’s mit einer klitzekleinen Bildungsabgabe von unter einem Prozent an den Landeshaushalt? Schon wäre die Dauerbeschäftigung/-bezahlung der Zeitarbeitslehrer finanziert. Realpolitiker werden behaupten, so einfach ginge das natürlich nicht! Warum eigentlich nicht? Weil die Monstranz der „Schwarzen Null“ die Politikersicht auf kreative, sozial ausgleichende Utopien völlig verstellt! Bloß nicht das Thema Einnahmenproblem angehen, schon gar nicht bei der Großfinanz. Lieber immer mutlos von Ausgabenproblemen schwadronieren. Der Ruf des professionellen Politikapparates schmälert sich hierdurch, selbstverschuldet, wieder ein klein wenig mehr!
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Wolfgang Schreiner

 

Das heimliche Schulgeld

29. Januar 2016  Bildung, Kreisverband

Das heimliche Schulgeld
Private Nachhilfe ist nicht nur ein Ausdruck für die Fehlleistungen des bundesdeutschen Bildungssystems, sondern es belastet Kinder und Jugendliche zusätzlich. Die 900 Millionen Euro, die für private Nachhilfe ausgegeben werden sind heimliches Schulgeld.
Wenn 14 Prozent der Schülerinnen und Schüler Nachhilfe in Anspruch nehmen müssen, stimmt etwas nicht mit dem Schulsystem. Es ist auch bezeichnend, dass Ganztagsschulen das besser hinkriegen. Ein stressarmer strukturierter Schultag kann besser auf unterschiedliche Lerntempi Rücksicht nehmen als die vollgestopfte  Halbtagsschule. Außerdem helfen andere Lernstrategien, bei denen mehr in kleineren Lerngruppen gemeinsam gelernt wird, individuelle Förderung praktiziert und Unterschiedlichkeit als Chance für alle begriffen werden. Teure private Nachhilfe wird dann unnötig. Dafür aber brauchen wir gut ausgestattete Schulen mit modernen Unterrichtsmitteln und ausreichend Lehrkräften.
Heinrich Brinker, Die Linke Kirchheim

Erhöhung der Kindergartengebühren

25. März 2015  Bildung, Kommunalpolitik
Erneut der Griff ins Portemonnaie der Eltern

Die Kita- Gebühren sollen wieder einmal kräftig erhöht werden. Obwohl die anderen Parteien mittlerweile eingesehen haben, dass in den Kindertageseinrichtungen Bildung stattfindet und diese im Zuge der Lernmittelfreiheit kostenlos sein muss, greifen sie in die Taschen der Eltern. Vorschläge der LINKEN für Mehreinnahmen durch die Erhöhung der Gewerbesteuer oder einer Initiative für die Vermögenssteuer bei den Haushaltsberatungen sind zurückgewiesen worden.

Dass Kita-Gebühren vermieden werden können, zeigt die Stadt Heilbronn, die ihren Kindern zwischen 3 und 6 Jahren die Kita kostenlos anbietet. Das Land Rheinland- Pfalz ermöglicht sogar allen Kindern zwischen 2 und 6 Jahren die Kita gebührenfrei. Die SPD hat ihren Wählerinnen und Wählern den kostenlosen Besuch der Kindertagesstätten versprochen – war das nur ein Wahlversprecher? Auch Andrea Lindlohr (Grüne) hat ein letztes Kindergartenjahr unentgeltlich in Aussicht gestellt. Daher wird es jetzt höchste Zeit, bei der Landesregierung initiativ zu werden, anstatt im Wahlkreis zuzusehen, wie die Gebühren auch noch erhöht werden. In Kindertagesstätten wird von Anfang an Bildung vermittelt. Die Neugier und der Wissensdrang der Kinder werden gestillt; ihnen wird genügend Raum zum Experimentieren gegeben. Die Kinder erlernen Gemeinschaftssinn, sich zu helfen und miteinander zu teilen, Rücksicht zu nehmen aber, auch selbstbewusst hin zu stehen. Solche Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein, das ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft.