Soziales

Wege zur Inklusion

01. April 2014  Soziales

Im Frühjahr 2012 forderte die LINKE in Esslingen auf Initiative von Betroffenen die vollständige Umsetzung der UN- Konvention zur gleichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben wie die für Menschen ohne. In ihrem Antrag schlug die LINKE neben einer Reihe von Beispielen auch die Einrichtung einer Stelle Inklusion vor. „Uns geht es auch um die Abschaffung von Barrieren auf Straßen und in Köpfen“, meint dazu Tobias Hardt, Kandidat auf der Gemeinderatsliste der LINKEN und selbst von einigen Einschränkungen betroffen. „Allerdings kann das nur ein Anfang sein, denn dieser Prozess lässt sich nicht in einem Jahr und schon gar nicht mit dem bisherigen Budget bewerkstelligen. Wie unvollständig die Umsetzung ist, zeigt das Beispiel Zell. Mit einem durch Bodenindikatoren für Sehbehinderte gut ausgestatteten Verkehrskreisel und Leitwegen zum Bus und zur Bahn ist mir geholfen. Aber wehe, ich müsste einen Kinderwagen zum Bahngleis wuchten.“ Die LINKE will den Prozess zur Verwirklichung der Inklusion weiter begleiten und wird konkrete Vorschläge einreichen. „Es geht nicht nur um akustische Ampelsignale und Aufzüge, aber die müssen nun einmal her“, resümiert Tobias Hardt. „Wir wollen die Inklusion in der Schule fördern. Kein Kind muss eine Sonderschule besuchen, weil man in der wohnortnahen Schule an der technischen Ausstattung sparen will.“ Ob er selber Pinsel und Farbtopf in die Hand nimmt, um die manchmal schmerzhaften und ihm verhassten Betonboller in der Stadt anzustreichen, lässt er offen – es wäre ein sinnvoller Beitrag zu einer bunteren Stadt.

Tobias Hardt