Das heimliche Schulgeld

29. Januar 2016  Bildung, Kreisverband

Das heimliche Schulgeld
Private Nachhilfe ist nicht nur ein Ausdruck für die Fehlleistungen des bundesdeutschen Bildungssystems, sondern es belastet Kinder und Jugendliche zusätzlich. Die 900 Millionen Euro, die für private Nachhilfe ausgegeben werden sind heimliches Schulgeld.
Wenn 14 Prozent der Schülerinnen und Schüler Nachhilfe in Anspruch nehmen müssen, stimmt etwas nicht mit dem Schulsystem. Es ist auch bezeichnend, dass Ganztagsschulen das besser hinkriegen. Ein stressarmer strukturierter Schultag kann besser auf unterschiedliche Lerntempi Rücksicht nehmen als die vollgestopfte  Halbtagsschule. Außerdem helfen andere Lernstrategien, bei denen mehr in kleineren Lerngruppen gemeinsam gelernt wird, individuelle Förderung praktiziert und Unterschiedlichkeit als Chance für alle begriffen werden. Teure private Nachhilfe wird dann unnötig. Dafür aber brauchen wir gut ausgestattete Schulen mit modernen Unterrichtsmitteln und ausreichend Lehrkräften.
Heinrich Brinker, Die Linke Kirchheim


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