Lebensqualität mindestens halten

05. Februar 2017  Kommunalpolitik, Presse

Lebensqualität mindestens halten

„Die Lebensqualität mindestens halten“, fordert DIE LINKE in Anspielung an den Gemeinderatsbeschluss von 2015 „Einwohnerzahl mindestens halten“ . Stadtrat Tobias Hardt weiß um die Wohnungsnot vieler Menschen in Esslingen. DIE LINKE hat dem Gemeinderat schon einige konkrete Vorschläge unterbreitet. Im neuen Entwurf des Flächennutzungsplans (FNP) kommt der ökologische Aspekt viel zu kurz. „Die aktuellen Bebauungspläne im Greut würden die einzige Frischluftschneise in die Innenstadt versperren. Künftig werden im Sommer erheblich mehr Hitzetage sein. Gerade die Menschen in der Innenstadt werden darunter leiden. Seit dem Hitzesommer 2003 reden wir nicht mehr nur von Hitzeproblemen, sondern von Hitzetoten.“ Frische Luft für die Innenstadt entsteht in den Wiesen oberhalb von RSK und fließt das Geyselbachtal hinunter. Für die LINKE ist die Bebauung des Greut ein Tabu, Pläne für das Kaufmannareal müssen überdacht werden.

Im Entwurf des FNP wird intensiv in verschiedenen Szenarien auf die Bevölkerungsentwicklung eingegangen. Mögliche Baugebiete auch in Landschaftsschutzgebieten wurden schon darauf untersucht, ob man sie bei den Behörden und in der Bevölkerung durchsetzen kann – alles sehr konkret. Ganz anders sieht es bei den ökologischen Planungen aus. Entsprechende Vorschläge werden aufgezählt, verbleiben aber in der Rubrik: „Man könnte mal“. Die Stadt sollte auch kleine Flächen zur Abkühlung frei halten, weitere Wasserflächen, z.B. Teiche in der Innenstadt anlegen, mit Bäumen für Schatten sorgen. Ein Konzept dafür ist nicht zu erkennen. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum. Den erhalten wir aber nicht in blinder Bauwut. Und vor allem für die Menschen in den engen Quartieren brauchen wir Frischluftaustausch und Abkühlung in Hitzewochen“, zieht Tobias Hardt ein erstes Fazit.

 

 


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