CDU: Rolle rückwärts in die 50er Jahre

23. Januar 2014  Allgemein

Empörung bei der letzten Gemeinderatssitzung über die Einlassungen der Stadträtin Ursula Merkle: Die CDU will aus dem Konsens des Gemeinderats über die Schulentwicklung in Esslingen aussteigen: Keine Ganztagesschulen und reduzierte Gemeinschaftsschulen. Der 2012 eingeschlagene Weg, vier Gymnasien und vier Gemeinschaftsschulen beabsichtigt, die Durchlässigkeit unter den Schularten zu verbessern und die frühe Entscheidung auf eine der drei Schularten, Werkrealschule/Hauptschule, Realschule und Gymnasium, zu verhindern. Dieser Weg wurde beeinflusst von der demografischen Entwicklung und den katastrophalen Ergebnissen der PISA-Studien.
Eine weitere Neuerung im Bildungssystem will die Ganztagesschule. Hier ist beabsichtigt, die Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler zu verbessern und mit der Berufstätigkeit der Eltern/Alleinerziehenden zu vereinbaren, insbesondere für „Schlüsselkinder“.
Jetzt verbindet die CDU Stadträtin die beiden Neuerungen im Hinblick auf die anstehenden Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr frühzeitig zu einer für die Esslinger Schulentwicklung gefährlichen Gemengelage. Sie setzt sich an die Spitze der „Helikoptereltern“, die gegen die Ganztagesschule polemisieren und versucht mit einer Klappe beide schon längst überfälligen Neuerungen des Esslinger Bildungssystems zu zerschlagen.


Hinterlasse einen Kommentar