Vernunft und Völkerrecht sprechen klar gegen Iran-Krieg

Mahnwache gegen den Iran-Krieg; Foto: Jutta Zwaschka

Das Friedenskollektiv Esslingen veranstaltete Mitte März mit Unterstützung der Linken an der Nikolauskapelle eine Mahnwache gegen den Iran-Krieg. Die Teilnehmer*innen brachten in Reden, Liedern und auf Transparenten ihre Wut und Empörung gegen diesen Wahnsinn zum Ausdruck. Luftangriffe gegen den Iran führen zu zivilen Toten – nicht zum Regimewechsel. Es ist ein erneuter Völkerrechtsbruch durch die USA und Israel. Die Haltung der Bundesregierung zu diesem Angriffskrieg ist eine teilnahmslose Zustimmung zur Macht des Stärkeren und zu Krieg als politischem Mittel – beschämend. Dass es auch anders geht, zeigt Spanien, das den USA für diesen Krieg die Flugrechte von seinem Land aus verweigert. Kein Problem wird gelöst, im Gegenteil: Wie soll sich das iranische Volk von dem mörderischen Regime befreien, wenn es sich bis auf weiteres vor amerikanischen und israelischen Bomben verstecken und schützen muss? Wem soll es denn vertrauen? Wird sich der Krieg zum Flächenbrand ausweiten? Der Krieg ist für Menschenrechte, Demokratie und einen inneren Frieden im Iran völlig kontraproduktiv. Nachdem sich der Iran kurz vor Kriegsbeginn bereit erklärt hat, auf kriegstüchtiges nukleares Material zu verzichten und internationale Kontrollen zuzulassen, ist jetzt zu befürchten, dass sich der Iran jeder Kontrolle entzieht und tatsächlich eine Atombombe baut. Es wird Zeit, dass Atomwaffen weltweit verschrottet werden und sich die Bundesregierung der Kriegslogik der NATO verweigert. Auch wenn es vielen Menschen aussichtslos erscheint, müssen wir uns gegen die Kriegsgefahr stemmen. Deshalb rufen wir für Samstag, 4. April zum Ostermarsch in Stuttgart auf, Treffpunkt 11 Uhr vor dem Bahnhof Esslingen.