Steuern zahlen ist Verantwortung – keine Strafe

Strukturen erhalten – Zum Wohle der Bürger*innen; Montage, N. Kärcher

Vor dem 1. Juli müssen wir die Gewerbe- und Grundsteuer erhöhen – sonst verfällt die Chance für dieses Jahr. Dies könnte der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Montag, 29.06. beschließen. Grund genug, kurz zu sagen, worum es geht.

Was wir haben, verdanken wir nie nur uns selbst. Niemand baut sich seine Schulen, Straßen oder seine Ausbildung allein – das stellt die Gemeinschaft bereit, lange bevor der erste Erfolg kommt. Wer trotzdem nur noch „Schluss mit der Gratis-Mentalität“ ruft, meint damit selten den eigenen Steuersatz. Und wer pauschal kürzen will, ohne zu sagen wo, verschiebt die Rechnung nur – bezahlt wird sie trotzdem, nur von anderen. Wenn es den fünf größeren Fraktionen mit ihrem Antrag wirklich ernst wäre, könnten sie ja gleich weitergehen: Gewerbesteuer auf 280 Punkte senken, Grundsteuer ganz streichen. Nur geht ihre eigene Rechnung dann nicht mehr auf. Aber wer braucht schon Fakten, wenn die Schlagzeile gut klingt?

Die Gewerbesteuer ist deshalb keine Strafe für Erfolg, sondern eine faire Gebühr auf den Gewinn – für Straßen, Schulen, eine funktionierende Verwaltung. Firmen siedeln sich nicht wegen niedriger Steuern an, sondern wegen guter Kitas, Schulen und kurzer Wege im Rathaus. Wer das erhalten will, muss es auch bezahlen – jetzt günstiger, als es später neu aufzubauen. Und auch die Grundsteuer hilft Infrastruktur zu erhalten. Steuern zahlen ist deshalb keine Last, sondern die beste Investition, die es gibt – in die Stadt, die uns allen etwas zurückgibt.

Wer die Diskussion mitbekommen möchte: Montag, 29.06.; 16 Uhr, Gemeinderatssitzung – weil’s um Dich geht.

Bereits um 15 Uhr findet vor dem Rathaus eine Kundgebung gegen die geplante Schließung von fünf Kitas statt.