
Wer schweigt, gestaltet nicht mit. Wer mitmacht, kann gewinnen. Wer darauf hofft, dass eine Gemeinderatsmehrheit in Esslingen Probleme von oben herab löst, wird bitter enttäuscht. Echte Veränderung und der Schutz unserer Lebensqualität gelingen nur, wenn wir Bürger*innen selbst aktiv werden und konsequent für unsere Belange streiten.
Das zeigt sich an vielen Brennpunkten in unserer Stadt. Ob die engagierte Elterninitiative, die vehement um den Erhalt ihrer Kitas kämpft, die Initiative in der Mülbergerstraße oder das Bündnis im Georg-Deuschle-Weg: Sie alle nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie warten nicht auf die Verwaltung, sondern organisieren den Widerstand gegen Fehlentscheidungen direkt vor ihrer Haustür. Diese Initiativen verdienen unsere volle Unterstützung. Sie sind das lebendige Herz unserer lokalen Demokratie.
Dass sich dieser Einsatz auszahlt, hat die jüngste Vergangenheit bewiesen. Wenn der Bürgerentscheid zum Standort der Bücherei eines ganz deutlich gezeigt hat, dann wohl: Es lohnt sich, für die eigenen Belange einzutreten. Die Bürger*innen haben bewiesen, dass man sich von den Drohszenarien einer Gemeinderatsmehrheit auf keinen Fall bange machen lassen darf.
Wir dürfen die Gestaltung Esslingens nicht blind an Mandatsträger*innen delegieren, die oft den Bezug zur Basis verlieren. Der Erfolg beim Bücherei-Entscheid ist Blaupause und Mutmacher zugleich für alle aktuellen Kämpfe in unserer Stadt. Ob Kitas oder Wohnquartiere – der Druck von unten wirkt. Nehmen wir unsere Zukunft selbst in die Hand. Es liegt ganz allein an uns.

