verkündige dort: Du habest uns hier liegen sehen, das Schwert in der Hand, wie es das Gesetz befahl.“ Ist das wirklich noch zeitgemäß, in einem immer kleiner werdenden globalen Dorf, in dem der hier pfandfrei weggeworfene Joghurtbecher, so er nicht thermisch verwertet wird, in einem asiatischen oder afrikanischen Dorf endet oder wieder und wieder an die Küste gespült wird?

Wir finden: Nein! Schon im Frieden verursachen die Armeen dieser Welt 5,5 % aller globalen Emissionen. Wäre das Militär ein Staat, läge es auf Platz vier, noch vor Russland. Das ist nur der Sockel: Jeder geführte Krieg schlägt oben drauf. Von den Aktionären der Rüstungskonzerne abgesehen hat davon wirklich niemand etwas. Aber die Anderen! Deshalb müssen wir doch rüsten? Wirklich? 1914 hatte jede Großmacht ihren eigenen Angriffsplan in der Schublade – die Deutschen Richtung Paris, die Franzosen Richtung Elsass-Lothringen. Jeder glaubte an einen kurzen Sieg, keiner an einen Plan B. Was das bringt, wissen wir.
Ein „Nie wieder Krieg!“ wird erstmal keinen der über 110 bewaffneten Konflikte weltweit beenden, dies ist auch uns klar. Aber solange wir als viertgrößter Waffenexporteur der Welt mitverdienen, tragen wir auch nicht zur Deeskalation bei. „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt!“ Wann hört das auf? Und noch eine Frage: Warum wehte vor dem Esslinger Rathaus eine Fahne für die Ukraine, aber keine für das iranische Volk? Nicht für seine Machthaber, sondern für die Menschen, die unter völkerrechtswidrigen Angriffen leiden.
Die Linke Esslingen ruft zur Kundgebung vom Friedensbündnis Esslingen und dem DGB am Antikriegstag, 1. September, 17 Uhr vor der Nikolauskapelle auf. Sehen wir uns dort?

