Dritter CSD Esslingen: „Wir bleiben ungemütlich!“

Foto: Archiv Die Linke OV Esslingen

“Ich bin queer. Und da wird sich auch nichts dran ändern. Doch die Stimmen derer, die mich, die uns ändern wollen, werden in letzter Zeit überall immer lauter, während die Stimmen derer, die versprachen, uns beizustehen, immer mehr in den Hintergrund geraten.
Zum ersten Mal seit Jahren sinkt die Akzeptanz für Menschen wie mich in westlichen Ländern. Auch in Deutschland. Seit der Debatte zum Selbstbestimmungsgesetz ist mir klar, dass ein Großteil der Bundestagsabgeordneten nicht will, dass ich so leben darf wie ich will, wie ich muss. Ich muss, denn alles andere ist für mich nicht lebenswert.“ Mit den Worten einer betroffenen Person möchten wir signalisieren, CSD bedeutet für uns mit den Menschen zu reden und nicht über sie und Anliegen solidarisch mittragen, auch wenn es nicht unsere eigenen sind! „Dritter CSD Esslingen: „Wir bleiben ungemütlich!““ weiterlesen

Chance für einen Neustart für den VfL Post

Bebauung oder Grünanlage? Die Linke plädiert für letzteres.
Foto: Archiv Die Linke OV 

In der Pliensauvorstadt rückt man schon mal enger zusammen. Das gilt z.B. für die Grundschule und auch für den Wohnraum. So wird es im Sommer auch in der Schubertanlage sehr eng, denn das bisschen Grün ist die zweitgrößte Grünanlage in der Vorstadt. Die größte Grünfläche ist der ehemalige Sportplatz des VfL Post, von der Verwaltung vorgesehen für Wohnbau im großen Stil. Eine große Mehrheit des Gemeinderats sah das bereits als beschlossene Sache an, doch diese Mehrheit bröckelt gewaltig: Eine Entscheidung wurde nun erstmal zurückgestellt. „Chance für einen Neustart für den VfL Post“ weiterlesen

Ausverkauf der Stadt? Nicht mit uns!

„Das Gelbe Haus, Wohnhaus, Fabrik, Knast – in 800 Jahren hat das Gelbe Haus vielen Zwecken gedient. Mitten in der Innenstadt gelegen, traditionsreich und doch unscheinbar: Das Gelbe Haus am Hafenmarkt mit seinem Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert zählt zu den ältesten Gebäuden Esslingens. Gemeinsam mit dem Haus Hafenmarkt 7 bildet es heute den Komplex, in dem das Stadtmuseum zuhause ist.“ So die städtische Internetseite zum Gelben Haus, das schon bald irgendwem gehören könnte!

Kaufe den Kögel, saniere das marode Gebäude, packe das Museum in den Pfleghof und verkaufe das Nachbargebäude Heugasse 11 und das Gelbe Haus, das ja dann leer wäre. Dieses Szenario konnte sich am vergangenen Montag im Verwaltungsausschuss bei der Diskussion um den künftigen Standort der Stadtbücherei aufdrängen, wenn sie vom Pfleghof in den Kögel umziehen sollte. Und auch wenn sich die Befürworter eines Umzugs für eine Nachnutzung des dann freiwerdenden Pfleghofs in städtischer Hand aussprachen, ist selbst dies nicht sicher – wenn es die städtischen Finanzen nicht hergeben. „Es gibt keine absolute Sicherheit“, so Finanzbürgermeister Rust. Dann wäre nach dem Umzug der Bücherei in den Kögel sogar ein Szenario denkbar, dass die Museen an ihren bisherigen Standorten bleiben und der Pfleghof verkauft werden könnte,. Die Linke will ein kulturelles Esslingen erhalten, das sich der Geschichte bewusst ist. Auch deshalb sind wir für den Verbleib der Bücherei im Pfleghof.

In der Gemeinderatssitzung am 30 06. soll die Entscheidung fallen. Im Moment sieht es nach einer sehr knappen Mehrheit für den Umzug in den Kögel aus. Daran könnte dann nur ein von uns bereits beantragtes neuerliches Bürgerbegehren etwas ändern.

Landtagswahl 2026: Ortsverbände setzen auf Bewährtes

Unser/e Kandidat*in: Martin Auerbach und Jutta Zwaschka; Foto: Die Linke ES

Die Parteimitglieder im Wahlkreis 7 Esslingen wählten den Esslinger Stadt- und Kreisrat Martin Auerbach und Stadträtin Dr. Jutta Zwaschka aus Ostfildern als Direkt- bzw. Ersatzkandidatin zur Landtagswahl am 8. März 2026. Die kommunalpolitische Erfahrung der beiden soll helfen die Themen vor Ort mit denen auf Landtagsebene zu verbinden. „Landtagswahl 2026: Ortsverbände setzen auf Bewährtes“ weiterlesen

Jetzt städtischen Wohnungsbestand aufbauen!

So sehen leerstehende Häuser aus, Foto: Die Linke ES

Die Stadtverwaltung hat dem Kultur- und Sozialausschuss dargelegt, dass die Städtischen Gebäude Esslingen (SGE) bereits einen Bestand von 145 Wohnungen haben. Als städtischer Eigenbetrieb wäre die SGE bestens geeignet, um den Wohnungsbestand der Stadt zu erweitern. Sie bekäme den höchsten Förderanteil von 48% und könnte ohne größeren Aufwand loslegen. Die Verwaltung hat einen Berichtsantrag der Grünen beantwortet, aber eine Zielmarke, ob sie ihren Bestand erweitert und um wie viele Wohnungen, blieb unbeantwortet.
Die Fraktionsgemeinschaft Die Linke / FÜR Esslingen will nicht, dass solche Ideen in der Schublade verschwinden und beantragt nun, dass der stadteigene Wohnungsbestand um mindestens 10 Wohneinheiten pro Jahr erweitert wird. „Jetzt städtischen Wohnungsbestand aufbauen!“ weiterlesen

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung vom Faschismus

8. Mai: Ein Tag zum Feiern

Vor 80 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der II. Weltkrieg in Europa und damit auch die Schreckensherrschaft der Nazis in Deutschland. Es war der Tag der Befreiung vom Faschismus – auch wenn manch Gestrige es immer noch als eine Niederlage sehen. In vielen Ländern wird er gefeiert. Das sollte auch bei uns so sein! „8. Mai 1945 – Tag der Befreiung vom Faschismus“ weiterlesen

Aller guten Dinge sind Drei

Aller guten Dinge sind drei

Im Handstreich versuchen gerade Oberbürgermeister Klopfer, die drei Beigeordneten, auch Bürgermeister oder Dezernenten genannt, und vier ehemals große Fraktionen eine weitere Beigeordnetenstelle zu schaffen. Laut Karl Valentin „sind Prognosen schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“. Was man aber sagen kann: Deutschland hat die Zeichen der Zeit verpennt, die Daimleringenieur*innen, die sich mit E-mobility auskannten, wurden an Tesla verkauft und auch ansonsten darbt die Wirtschaft. Die Kämmerin (die Hüterin des städtischen Geldbeutels) zum Haushalt: „Ich hoffe, dass wir einen genehmigungsfähigen Haushalt hinbekommen, an eine schwarze Null ist nicht zu denken!“ Trotz dieser Finanzlage plant man jetzt aber eine weitere Beigeordnetenstelle, die uns jährlich 180.000€ kostet – und da ist das Personal noch nicht mitgerechnet. In Ludwigsburg überlegt man dagegen eine Dezernentenstelle zu streichen und erhofft sich damit jährlich 1 MILLION € einzusparen. „Aller guten Dinge sind Drei“ weiterlesen

Raus zum 1. Mai!

ver.di-Kundgebung auf dem Esslinger Marktplatz, Foto: Die Linke Esslingen

„MACH DICH STARK MIT UNS!“ unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch dieses Jahr zu Kundgebungen und Demonstrationen auf. Auch die Partei Die Linke wird wieder mit einem Infostand ab 11:00 Uhr auf dem Marktplatz in Esslingen vertreten sein. „Raus zum 1. Mai!“ weiterlesen

Nein zur Endlos-Aufrüstung!

Friedensfähig, statt kriegstüchtig! Foto: Sigrid Altherr-König

Die Linke stellt sich der Jahrhundertaufrüstung durch Merz und Co. entschieden entgegen. Was wir derzeit erleben ist eine massive Militarisierung aller gesellschaftlichen Bereiche, mit dem Ziel, Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen. Dafür werden Narrative aufgebaut, um die Bevölkerung hinter den Kurs von Union und SPD zu bringen. Die Lehren aus zwei Weltkriegen werden dabei bedenkenlos beiseite geschoben. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist durch nichts zu rechtfertigen. Mit der Behauptung, Russland könnte bald NATO-Territorium angreifen, werden aber bewusst Ängste geschürt. Allein Westeuropa gibt ein Mehrfaches für Rüstung aus als Russland. Auch die Bundeswehr ist nicht „unterfinanziert“: Der einzige Bereich, der in den letzten zehn Jahren massiv wuchs, ist der Verteidigungshaushalt. Deutschland liegt bereits jetzt auf Platz vier bei den weltweiten Rüstungsausgaben. Wir denken, dass ein neues Wettrüsten die Kriegsgefahr erhöht. Sicherheit in Europa und der Welt kann es nur durch den Einsatz von Diplomatie, Entspannungspolitik, Völkerverständigung und gegenseitige Abrüstung geben. „Nein zur Endlos-Aufrüstung!“ weiterlesen

Kein dummer Jugendstreich, sondern Nazijargon

Nazischmierereien in Berkheim; Foto: Die Linke ES

In der Nacht zum Sonntag 30.03. schmierten Unbekannte „Deutsche Zone“ und „White Power 88″ an ein Wohnhaus in Berkheim. Die Zahlen 88 stehen für den achten Buchstaben im Alphabet, also HH, was im Nazijargon Heil Hitler bedeutet. Ebenfalls soll es in Berkheim bei einer in der Nähe stattgefundenen Volksfest-Party zum Absingen
rechtsradikaler Lieder gekommen sein. „Kein dummer Jugendstreich, sondern Nazijargon“ weiterlesen