Internationales

Antikriegstag: Zeichen setzen für den Frieden

Stadtrat Martin Auerbach fordert „Schwerter zu Pflugscharen“ und ein Ende der Kriegseinsätze der Bundeswehr. Foto: DIE LINKE

DIE LINKE ist die Partei des Friedens. Wir kämpfen gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr; für Abrüstung; wir wollen den Export von Waffen stoppen und Rüstungskonversion, um Arbeitsplätze sinnvoll zu erhalten. Die Umbrüche in der Weltordnung, die Militarisierung von weltweiten Konflikten, die Aufrüstungspolitik der Europäischen Union, der NATO und insbesondere der USA machen diese Forderungen dringlicher denn je. Die militärische Konfrontation gegenüber China, Russland, Venezuela, Nordkorea u.a. macht die Welt nur unsicherer.

Konkurrenz um Ressourcen und Klimawandel führen zu Aufständen, Krieg und Fluchtbewegungen. Seit 16 Jahren führen die westlichen Staaten unter Führung der USA und mit Beteiligung Deutschlands ihren sogenannten Krieg gegen den Terror. Dieser Krieg gegen den Terror ist gescheitert. Der Terror wurde nicht besiegt, sondern nach Europa geholt.

In den Ländern, in denen der Krieg gegen den Terror geführt wird, wie Afghanistan, Pakistan, Irak, Libyen, Mali etc. zerstört er die Gesellschaften. Wir stellen uns gegen die Pläne der Bundesregierung für Aufrüstung und Weltmachtpolitik. Dies bedeutet auch, dass alle Atomwaffen auf deutschem Boden abgeschafft werden müssen; dass der illegale Drohnenkrieg, der über US-Basen in Ramstein und Stuttgart gelenkt wird, beendet wird. Um Krieg und Gewalt zu beenden und allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, müssen weltweit friedliche und kooperative Lösungen für Konflikte gefunden werden. Das geht nur, wenn konsequent abgerüstet und die Weltwirtschaftsordnung gerecht und solidarisch organisiert wird.

Veranstaltung zum Antikriegstag von Friedensbündnis und DGB am Freitag, 1. September, 17.00 Uhr, Nikolauskapelle, Innere Brücke. Es sprechen Paul Schobel, Betriebsseelsorger a. D. und Adalbert Kuhn vom Friedensbündnis.

Für eine Welt – frei von Atomwaffen!

Stadtrat Martin Auerbach fordert – wie die Mehrheit aller Staaten weltweit – das Verbot aller Atomwaffen. Foto: Yves Noir

Am 6. und 9. August 1945 haben die USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki in Japan abgeworfen. Innerhalb weniger Sekunden starben 100.000 Menschen. Der Abwurf der Bomben hatte keinen Einfluss auf das Ende des Krieges. Japan hatte zuvor schon die Kapitulation angeboten. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. Bis heute sterben Menschen an Krebs infolge der Strahlung.

Die nukleare Gefahr ist heute so groß, wie lange nicht. NATO und USA dehnen ihre Raketenbasen an die Grenzen Russlands und Chinas aus. Nukleare Waffen sollen mit Milliarden „modernisiert“ und auch taktisch eingesetzt werden können. Im Juli 2017 haben sich 122 Staaten für einen Atomwaffenverbotsantrag ausgesprochen. Deutschland war nicht dabei.

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Wer Wind sät, wird Sturm ernten

05. Februar 2017  Friedenspolitik, Internationales, Presse

 

Wer Wind sät, wird Sturm ernten (Hosea 8,7)

 

Jürgen Grässlin, der sich seit Jahrzehnten für Frieden und gegen Waffenexporte einsetzt, paraphrasiert die Worte des Propheten Hosea folgendermaßen: „Wer Waffen liefert, sät Krieg und erntet Terror und Flüchtlinge“.

 

Deutsche Soldaten beteiligen sich seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien, 1999, inzwischen entgegen den Bestimmungen des Grundgesetzes an mehreren Kriegen und Auslandseinsätzen. Deutschland ist gleichzeitig zu einem der größten Waffenexporteure der Welt aufgestiegen. Bis zu 90 % aller Menschen, die durch Gewalt umkommen, werden mit Kleinwaffen getötet. Der größte Exporteur von Kleinwaffen in Europa H&K (Heckler und Koch AG), hat seinen Sitz in Oberndorf. Im Durchschnitt sterben jeden Tag mehr als 100 Menschen durch Waffen von H&K; ganz zu schweigen von den Traumatisierten und Verstümmelten.

 

Diese Waffenexporte und Kriegseinsätze finden unter maßgeblicher Beteiligung des Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Markus Grübel, und dem Vorsitzenden der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Volker Kauder statt. In seinem Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen befinden sich die Waffenschmieden H&K, Mauser (Rheinmetall) und JUNGHANS-Microtec (Diehl Gruppe).

Entsprechend lobt H&K-Hauptgesellschafter Andreas Heeschen: Volker Kauder habe „immer

wieder die Hand über uns gehalten“, so auch, „wenn es um Exportgenehmigungen ging“. Zudem gingen von H&K 70.000 Euro an die Partei von Kauder (Zeit-online, 9.1.2012)

 

Der größte Teil der Waffen geht an Länder, die von Staats wegen Christenverfolgung betreiben.

80 % der Bürger und DIE LINKE fordern: Waffenexport und Kriegseinsätze müssen beendet werden!Dies muss natürlich verbunden werden mit KONVERSION der Rüstung in den Betrieben und setzt voraus die KONVERSION der Herzender politisch Verantwortlichen.
 

2017 wird nicht besser!

21. Januar 2017  Aktion, Internationales, Soziales

2017 wird nicht besser!
Gedanken zu Sozio‐Ökonomie und Ökologie.
Wolfgang Schreiner
Attac Esslingen, DIE LINKE Esslingen
10.1.2017
ARBEIT
Die Welt der Arbeit wird sich radikal ändern. Schlaue Algorithmen in der immer vernetzteren
Computerwelt werden zukünftig viele Aufgaben übernehmen, die seither von den „Human
Resources“ erledigt werden (Stichwort „Industrie 4.0“). Natürlich wird es einen Jobaufbau bei den
gut verdienenden Erschaffern dieser Algorithmen geben. Das sind die oberen 10 Prozent der
Einkommensskala. Darunter aber werden langfristig viel mehr Beschäftigte aus den Produktions‐ und
Dienstleistungsprozessen verdrängt werden. Nur in Bereichen, die so niederwertig sind, dass sich
eine Automatisierung wirklich nicht lohnt, werden Jobs erhalten bleiben oder in Länder des globalen
Südens transferiert. Damit verfestigt und vergrößert sich in den Industrienationen die Schicht des
Prekariats. Ganzen Beitrag lesen »

Afrikanische Bauern verhungern

27. Februar 2016  Internationales

Afrikanische Bauern verhungern

Der Export von Nahrungsmittelüberschüssen nach Afrika durch die EU und Deutschland setzt die dortige Landwirtschaft, insbesondere die kleinbäuerliche, unter enormen Druck. Bei den Nahrungsmittelexporten spielt neben Fleisch (z.B. Hühnchen- und Schweinereste) in letzter Zeit vor allem auch wieder Milchpulver eine unsägliche Rolle Ganzen Beitrag lesen »

IG Metall Werkstatt Luxor: Gelebte internationale Solidarität

24. Januar 2015  Internationales

Logo IGM Ausbildungswerkstatt Luxor

Seit 2011, seit dem arabischen Frühling, engagiert die IG Metall Esslingen sich im oberägyptischen Luxor für ein Ausbildungsprojekt. An der beruflichen Odaysat Schule in Thoth nahe Luxor sind zwei Ausbildungswerkstätten geplant: eine für Elektriker, eine für Sanitärfachleute. Jeweils 20 Schüler sollen dort in zwei Jahren zu guten Handwerkern ausgebildet werden, um so eine Perspektive für ihr Leben zu bekommen.

Jetzt begannen die ersten zwanzig jungen Männer mit ihrer Ausbildung zum Elektriker.

Dass dies möglich ist, ist der Idee und dem Engagement des 2013 verstorbenen 1. Bevollmächtigtren der IG Metall Esslingen, Sieghard Bender, zu verdanken. Er knüpfte die Kontakte zu den offiziellen Stellen in Ägypten und Deutschland einerseits und gewann die Mitarbeit von Firmen hier in und um Esslingen andererseits.

Seit Sieghard Benders Tod wird das Projekt weitergeführt vom Jugendsekretär der IG Metall Max Czipf und Gesa von Leesen.

Der aktuelle Stand wird in diesem Newsletter beschrieben:

2015_01_Newsletter_Ausbildungswerkstatt

Mehr zur Geschichte der Ausbildungswerkstatt finden Sie hier.

Wir wünschen dem Projekt weiterhin viel Erfolg!