Der neue Vorstand: T. Hardt, P. Frey, R. Binder und L. Unan.
Die
Jahreshauptversammlung der Esslinger LINKEN hat einen neuen
Ortsvorstand gewählt. Mit Ramona Binder, Patrick Frey (beide 23
Jahre alt), Levent Unan und Tobias Hardt ist der Vorstand jünger
geworden. Sie tüfteln bereits, wie sie die Partei attraktiver für
diejenigen machen können, mit denen sie Politik gestalten wollen;
mit Menschen, die sich für Frieden und faire Verteilung des
Reichtums einsetzen.
Krieg bringt Zerstörung, Tod, Elend und Flucht mit sich. DIE LINKE lehnt als einzige Partei Kriegsbeteiligung deutscher Soldaten und Waffenexporte konsequent ab. Foto: DIE LINKE
Weltweit
sind laut UNO 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Etwas mehr
als die Hälfte von ihnen sind Vertriebene im eigenen Land. Mehr
als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder unter 18 Jahren.
Die größte Gruppe der Geflüchteten
sind Menschen aus Syrien. In Deutschland kommt jedoch nur ein
verschwindend kleiner Teil der Geflüchteten an. So wurden
letztes Jahr 162.000 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt,
2019 bisher circa 40.000 weniger.
Was sich in diesen Zahlen deutlich zeigt ist, dass
die Mauer, die Europa an seinen Außengrenzen aufgebaut hat viele
Menschen davon abhält Schutz und ein menschenwürdiges Leben zu
finden. Im Mittelmeer findet keine staatliche Seenotrettung mehr
statt. Die libysche Küstenwache wird mit EU-Geldern unterstützt um
Menschen auf der Flucht mit Gewalt nach Libyen zurück zu
bringen; von wo sie mit knapper Not entkommen sind.
Stadtrat M. Auerbach für die Fraktion DIE LINKE im Esslinger Gemeinderat.
„Der Krieg bekommt mir wie eine Badekur“ sagte einst Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg und sprach über den ersten Weltkrieg mit insgesamt über vierzehn Millionen Toten und noch mehr Kriegsversehrten, Traumatisierten, mit Witwen, Waisen und weinenden Müttern. Dieser Alptraum, diese Tragödie zu beginn, des letzten Jahrhunderts, ist lange her und Paul von Hindenburg, von der SPD 1925 bei den Reichskanzlerwahlen unterstützt, könnte in den Geschichtsbüchern vor sich hin modern. Aber da ist eine Straße in Esslingen, die längste im Übrigen, die im November 1933 von den Nazis nach ihm benannt worden. Als „Danke schön“ dafür, dass er, Reichspräsident Hindenburg, Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt hatte. DIE LINKE beantragte die Umbenennung dieser Straße.
Stadträtin J. Renz kämpft für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Warum
ist es heute in Deutschland wichtig auf den Internationalen Tag gegen
Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen? Die Antwort auf diese Frage
ist einfach: Gewalt gegen Frauen ist ein aktuelles Thema: 2017 wurden
weltweit rund
50.000 Frauen von ihrem eigenen Partner oder Familienangehörigen
umgebracht.
Diese Morde an Frauen passieren jedoch nicht nur in anderen Ländern,
sondern auch in Deutschland. Hier wurde 2017 im Schnitt an jedem Tag
eine Frau von ihrem (Ex-)Partner ermordet. Laut Zahlen des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird in
Deutschland jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer
von körperlicher oder sexueller Partnerschaftsgewalt.
Stadträte M. Auerbach, J. Renz & T. Hardt Auch bei uns sinnvoll und notwendig: Mietendeckel & Überführung der Wohnungskonzerne in Gemeinwirtschaft. Foto: DIE LINKE
Die Hauptstadt
Berlin macht ernst gegen den Mietenwahnsinn. Bisher kannten die
Mietpreise nur eine Richtung: nach oben. Mit dem Mietendeckel wird
sich das zum ersten Mal seit Jahrzehnten ändern: Mieten werden nicht
nur gedeckelt, zu hohe Mieten können sogar gesenkt werden! Damit
schafft das Land Berlin die schärfste Mietenregulierung in der
Bundesrepublik – und setzt ein deutliches Signal.
Mit dem Mietendeckel
stellt sich DIE LINKE in Berlin offen gegen die Profitgier großer
Wohnungskonzerne. Anders als in Paris oder München sollen in Berlin
alle Menschen in der ganzen Stadt wohnen können. Wir sind mit dem
Mietendeckel Vorreiter in Deutschland und ab nächstem Jahr wird es
wieder möglich sein, innerhalb der Stadt umzuziehen. Und wir wollen
verhindern, dass Menschen durch weiter steigende Mieten ihre Wohnung
verlieren.
M. Hsu, der neugewählte Sprecher des Kreisvorstands DER LINKEN, kritisiert scharf den völkerrechtswidrigen Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien. Foto: DIE LINKE
Auszüge aus der Erklärung der Mitgliederversammlung der LINKEN – Kreisverband Esslingen, Oktober 2019: Die Teilnehmer sind schockiert und betroffen über den Überfall der Türkei auf Nord-Syrien / Süd-Kurdistan! Dort droht ein Genozid und die Zerstörung hoffnungsvoller Strukturen des Friedens. Schon mehr als 200.000 Menschen sind auf der Flucht.
Die USA haben damit begonnen einen Teil ihrer Truppen aus Syrien abzuziehen. Ihre Anwesenheit dort sowie der Einmarsch der türkischen Streitkräfte sind ein klarer Bruch des Völkerrechts mit Ansage. Wir befürchten eine humanitäre Katastrophe in einem Gebiet, das von rund fünf Millionen Menschen bevölkert wird. Die Kurden haben in den letzten fünf Jahren unter großen Opfern den militärischen Sieg über den IS errungen. Ihnen gehört unsere Unterstützung!
Mit diesem Angriff versucht Staatspräsident Erdogan erstens die
neugebildeten Strukturen im föderalistisch organisierten Nord-Syrien
zu zerstören und zweitens die Menschen und seine Anhänger in der
Türkei mit nationalistischen Tönen fester hinter sich zu scharen.
Stadtrat T. Hardt beantragt für die Fraktion DIE LINKE im Gemeinderat ein Sozialticket für die Stadt Esslingen. Foto: DIE LINKE
Die
Fraktion DIE LINKE im Esslinger Gemeinderat hat ein Sozialticket
beantragt, das für die Stadt Esslingen gelten soll. (Damit schliesst
sie sich den LINKEN Fraktionen im Kreis und in der Region an, die
dies schon seit 10 Jahren fordern.) Mit ihm sollen u.a. Arbeitslose
und Geringverdiener auch regelmäßig den ÖPNV nutzen können.
Gerade bei dieser Gruppe ist
der Anteil des ÖPNV derart gering, der Anteil an den „preiswerten“
Fortbewegungsmitteln „zu Fuß“ und als Mitfahrer des
motorisierten Individualverkehrs sehr groß. DIE LINKE rechnet damit,
dass keine nennenswerten Mehrkosten entstehen, weil die Busse sowieso
fahren. Stadtrat Tobias Hardt meint: „Zudem ist es realistisch zu
erwarten, dass ein großer Teil dieser Neukunden dem ÖPNV auch dann
als Kunden erhalten bleibt, wenn sich ihre Einkommenssituation
deutlich verbessert. Damit wird das Sozialticket ein Beitrag zur
Luftreinhaltung in Esslingen.“
Stadträtin J. Renz sowie Kreisräte M. Auerbach und R. Riedel kritisieren die in Stadt und Kreis festgelegten, zu niedrigen Mietobergrenzen. Foto: DIE LINKE
Hartz
IV-Betroffene bekommen 538 Millionen Euro im Jahr zu wenig für die
Kosten der Unterkunft ausgezahlt. Das geht aus der Antwort auf eine
kleine Anfrage der LINKEN hervor. Diese „Wohnkostenlücke“
müssen die Hartz IV-Betroffenen aus eigener Tasche bezahlen. Dazu
sagen Stadträtin Johanna Renz sowie Kreisräte Martin Auerbach und
Reinhold Riedel: Steigende Mieten machen auch vor Hartz
IV-Betroffenen nicht halt. Die Vorgaben der Jobcenter für die Kosten
der Unterkunft tragen dem aber nicht Rechnung; insbesondere nicht in
Stadt und Kreis Esslingen. 538 Millionen mussten sich Hartz
IV-Betroffene 2018 auf Bundesebene vom Munde absparen. Seit dem
Beginn der statistischen Erfassung 2011 bis 2018 insgesamt gar 4,8
Milliarden Euro.
Beispiel einer ausgestorbenen Vogelart: In Neuseeland lebten früher Moas. Heute findet man nur noch deren Skelette. Bildautor: DIE LINKE
Das Artensterben ist eine der größten Herausforderungen der
Menschheit. Je weniger Arten es gibt, desto anfälliger ist die
Welt für Seuchen, Dürren oder Ernährungsengpässe. Die
Welternährungsorganisation gibt an, dass 71 Prozent der von Menschen
verzehrten Lebensmittel von Bienen bestäubt werden. Weltweit sind
dennoch etwa eine Million Arten insgesamt bedroht. Und in
Baden-Württemberg sieht es nicht besser aus: Die Hälfte der 460
Wildbienenarten, die hier vorkommen, stehen auf der roten Liste.
Früher häufig vorkommende Arten wie Rebhuhn oder Feldhamster sind
fast verschwunden. Am Bodensee sind laut Max-Planck-Gesellschaft 25
Prozent der Vögel seit 1980 verschwunden.
Bei der Abstimmung auf der Inneren Brücke hat eine überwältigende Mehrheit der Bürger gegen ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr in Esslingen gestimmt. Foto: DIE LINKE
In
einem offenen Brief an den CDU- Bundestagsabgeordneten Markus Grübel
legt DIE LINKE deutlich dar, warum sie ein öffentliches Gelöbnis
der Bundeswehr in Esslingen ablehnt. Der Rüstungsetat verschlingt
gigantische Summen und soll nach dem Willen der USA und der NATO auf
80 Milliarden Euro angehoben werden. Der Kauf von bewaffneten Drohnen
oder Raketenwerfern versetzt die Bundeswehr immer mehr in die Lage,
Angriffskriege zu unterstützen.
Während
viele Politiker von CDU und SPD von der Verantwortung für das
Bündnis sprechen sieht DIE LINKE in dieser Politik
verantwortungslose Konfliktverschärfung. Noch nie haben in der
Geschichte Kriege zu Frieden geführt. Dagegen sind Verständigung,
Abrüstung und fairer Handel ein gangbarer Weg zum Frieden. DIE LINKE
schlägt vor, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben und den Iran
wirtschaftlich zu unterstützen, um das Atomabkommen mit dem Iran
aufrecht halten zu können.