Pressemitteilung

26. September 2020  Aktion, Allgemein, Kommunalpolitik, Presse, Verkehr

Altstadtbus im Gemeinderat abgelehnt – DIE LINKE bleibt trotzdem dran

Im Mobilitätsausschuss des Gemeinderats wurde der Altstadtbus abgelehnt, obwohl DIE LINKE vorgeschlagen hatte, den Bus vorläufig probeweise mittwochs und samstags am Vormittag – also an den Markttagen – fahren zu lassen. Die jährlichen Kosten betrügen dann nur noch ca. 35.000 Euro. Nachdem der VVS in einem Gutachten das Kosten-Nutzen-Verhältnis infrage gestellt hatte, blockten die Verwaltung und das gemeinderätliche Gremium die seit Jahren diskutierte Idee des Altstadtbusses. Allenfalls für Mobilitätseingeschränkte sei der Kleinbus interessant.

Gerade diesen Menschen will DIE LINKE mit dem Altstadtbus die Teilhabe am öffentlichen Leben erleichtern. Mit dem Rollator kann ein Kilometer über das historische Altstadtpflaster lang werden. Aus Sicht des Stadtrats Tobias Hardt spielt Zeit dabei eine untergeordnete Rolle. Die auf dem Altstadtring liegenden Haltestellen sind über Treppen oder ansteigende gepflasterte Gassen schwer erreichbar – also keine Alternative. Sein Fazit: wenn Inklusion Geld kostet, dann wird sie in Esslingen nicht ernst genommen. Als Beispiele zählte er den schleppenden Ausbau barrierefreier Bushaltestellen, gerade einmal ein Drittel mit akustischen Signalen ertüchtigte Ampeln, das holprige Straßenpflaster und fehlende behindertengerechte Toiletten auf. Bürgermeister Ingo Rust meinte, für das Problem der Mobilitätseingeschränkten brauche man eine andere Lösung. DIE LINKE ist gespannt, ob er eine solche Lösung in naher Zukunft präsentiert –DIE LINKE bleibt in jedem Fall dran.