Türkischen Einmarsch in Syrien stoppen!

23. Oktober 2019  Aktion, Allgemein, Friedenspolitik
M. Hsu, der neugewählte Sprecher des Kreisvorstands DER LINKEN, kritisiert scharf den völkerrechtswidrigen Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien. Foto: DIE LINKE

Auszüge aus der Erklärung der Mitgliederversammlung der LINKEN – Kreisverband Esslingen, Oktober 2019: Die Teilnehmer sind schockiert und betroffen über den Überfall der Türkei auf Nord-Syrien / Süd-Kurdistan! Dort droht ein Genozid und die Zerstörung hoffnungsvoller Strukturen des Friedens. Schon mehr als 200.000 Menschen sind auf der Flucht.

Die USA haben damit begonnen einen Teil ihrer Truppen aus Syrien abzuziehen. Ihre Anwesenheit dort sowie der Einmarsch der türkischen Streitkräfte sind ein klarer Bruch des Völkerrechts mit Ansage. Wir befürchten eine humanitäre Katastrophe in einem Gebiet, das von rund fünf Millionen Menschen bevölkert wird. Die Kurden haben in den letzten fünf Jahren unter großen Opfern den militärischen Sieg über den IS errungen. Ihnen gehört unsere Unterstützung!

Mit diesem Angriff versucht Staatspräsident Erdogan erstens die neugebildeten Strukturen im föderalistisch organisierten Nord-Syrien zu zerstören und zweitens die Menschen und seine Anhänger in der Türkei mit nationalistischen Tönen fester hinter sich zu scharen.

Wir rufen alle Demokraten auf den unterschiedlichsten Ebenen dazu auf: „Flagge zu zeigen“ und das für sie Mögliche zu unternehmen, um dem mörderischen Gemetzel durch türkische Militärs und verbündete islamistischen Kampfeinheiten ein Ende zu bereiten. Ein zweites Afrin darf es nicht geben!

Wir rufen dazu auf, den Kontakt zur türkischen und kurdischen Gemeinde in Deutschland zu suchen und mit ihnen zu sprechen; sowie sich entschlossen an Kundgebungen und Aktionen gegen die militärische Intervention zu beteiligen.

Alle weiteren Truppen der USA und anderer Länder, die völkerrechtswidrig in Syrien eingefallen sind, müssen ebenfalls abgezogen werden, damit die Menschen in Syrien ihr Land in Frieden wieder aufbauen können. 

Termin: Sonntag, 27. Oktober, 10.30 Uhr, Kulturzentrum Dieselstr., Politische Matinee mit Prof. Rudolf Egg, Profiling und NSU-Mordserie.